Ein Ausflug voller Erinnerungen
Am 16. Juni 2026 war es endlich soweit: Nach unserer Einladung an die Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen des AWO Sozialzentrums Selb im vergangenen Jahr stand nun die Gegeneinladung an. Gemeinsam machten wir uns mit unserem AWO-Bus auf den Weg nach Selb und erlebten einen Tag voller schöner Begegnungen, beeindruckender Sehenswürdigkeiten und lebendiger Erinnerungen.
Bereits die Fahrt durch die herrliche Landschaft des Fichtelgebirges weckte bei unseren Bewohner*innen viele Erinnerungen. Auf der Strecke über Warmensteinach, Bischofsgrün, Weißenstadt und Kirchenlamitz wurden frühere Ausflüge, Spaziergänge am Weißenstädter See, Schwimmrunden im Förmitz-Speicher und gemütliche Einkehrschwünge in der Region wieder lebendig.
In Selb angekommen wurden wir von Sozialdienstleitung Elke Schertel herzlich begrüßt. Nach einem leckeren Mittagessen, das die Küche des Sozialzentrums für uns vorbereitet hatte, erfuhren wir bereits einiges über die Geschichte und Besonderheiten der Porzellanstadt.
Anschließend startete das von den Betreuungsassistentinnen Christine und Tanja liebevoll organisierte Ausflugsprogramm. Während einer Rundfahrt durch Selb konnten wir unter anderem das farbenfrohe Regenbogenhaus des Porzellanherstellers Rosenthal bestaunen, bevor es weiter nach Waldsassen ging.
Dort besuchten wir zunächst die frisch restaurierte Basilika. Die prachtvolle Ausstattung mit kunstvoll geschnitzten Holzbänken, beeindruckenden Deckengemälden, vergoldeten Verzierungen und reich geschmückten Altären zog uns sofort in ihren Bann. Für unseren Bewohner Günter war der Besuch besonders bewegend: Er erzählte, dass er als Kind Ministrant im Kloster war und später seiner Frau in der Basilika von Waldsassen das Ja-Wort gegeben hatte.
Nach den vielen Eindrücken durfte eine gemütliche Kaffeepause nicht fehlen. Im Klostercafé stärkten wir uns mit Kaffee und Kuchen. Besonders der berühmte Mohnkuchen, den uns Herbert, Vorsitzender der Bewohnervertretung in Selb, bereits im Vorfeld wärmstens empfohlen hatte, begeisterte alle Beteiligten. Die Empfehlung erwies sich als Volltreffer – der Kuchen war so beliebt, dass er nach unserem Besuch restlos ausverkauft war.
Gut gestärkt führte uns der weitere Weg zur Kappl-Kirche. Viele unserer Bewohner*innen besuchten die eindrucksvolle Rundkirche nach langer Zeit wieder, einige sogar zum ersten Mal. Das außergewöhnliche Deckengemälde faszinierte besonders, da sich beim Rundgang immer neue Details entdecken ließen. Auch die offenen Beichtstühle weckten Erinnerungen an die eigene Erstkommunion oder Konfirmation. Noch lieber erinnerten sich unsere Bewohner*innen jedoch an die festlichen Familienfeiern, die mit diesen besonderen Lebensereignissen verbunden waren.
Als wir die Kirche verließen, zog ein dunkler Himmel auf. Deshalb fiel die Verabschiedung etwas kürzer aus als geplant. Dennoch verabschiedeten wir uns mit dem Versprechen, den nächsten gemeinsamen Ausflug wieder von Weidenberg aus zu organisieren.
Mit vielen neuen Eindrücken, schönen Gesprächen und wertvollen Erinnerungen traten wir schließlich die Heimreise an. Über Konnersreuth, Waldershof und Immenreuth führte uns der Weg zurück nach Weidenberg. Müde, aber glücklich angekommen, stellten wir mit einem Augenzwinkern fest: Nach den vielen Kreisverkehren unterwegs fehlt uns in Weidenberg eigentlich nur noch eines – ein eigener Kreisverkehr.
Ein besonderer Dank gilt unserem ehrenamtlichen Mitarbeiter Wolfgang Herrmann, der uns an diesem Tag begleitet und die vielen schönen Momente mit seiner Kamera festgehalten hat. Vielen Dank für deine Unterstützung und die tollen Fotos!
























